die Wikingerschiffshalle entstand als ein grosser Austellungsraum für die dauerhafte Präsentation der fünf Wikingerschiffe von Skuldelev.

Die fünf Wikingerschiffe - Die Skuldelevschiffe

In der ausgehenden Wikingerzeit – Ende des 11. Jahr- hunderts – wurde ein System von Sperren im Roskilde-Fjord angelegt, das den wichtigen Handelsplatz Roskilde schützen sollte. Die fünf Schif­fe in der Wikingerschiffshalle stammen aus einer Sperre in der Peberrende (Pfefferrinne) bei Skuldelev, ca. 20 km nördlich von Roskilde. Hier wurden drei alte Schiffe quer zur Fahrrinne versenkt. Kurz darauf wurde die Sperre durch zwei weitere versenkte Schiffe verstärkt. 

Vor der Ausgrabung war die Sperre den Fjordfischern als Steinwall unter Wasser bekannt. Eine örtliche Überlieferung besagte, dass unter den Steinen ein Schiff läge, das Königin Margrethe I. († 1412) habe versenken lassen. Erst Untersuchungen durch das Nationalmuseum in den Jahren 1957-59 zeigten, dass die Sperre aus der Wikingerzeit stammt und dass sie aus mehreren Schiffen bestand.

Die Ausgrabung 1962

Um die Sperre herum wurden eiserne Spundwände in den Fjordboden gerammt, um den Fundort trock­en-

legen zu können. In weniger als vier Monaten gelang es, die fünf Schiffe auszugraben und sie in Tausenden von Bruchstücken zu bergen. 

Die Wrackteile wurden in die Konservierungsabtei­lung des Nationalmuseums in Brede (Kopenhagen) ge­bracht, wo sie einer zeitaufwendigen Behandlung unterzogen wurden.

Das wassergesättigte Holz durfte nicht austrocknen, sondern musste in allen Poren mit dem Konservie­rungs­mittel Polyethylenglykol, einem wasserlöslichen Kunstwachs, ausgefüllt werden.

Die Analyse der Schiffsfunde hat ergeben, dass der Fund von Skuldelev fünf unterschiedliche Schiffs­­typen umfasst, die zusammen einen guten Eindruck von Kultur und Schiffbaukunst der wikingerzeitlichen Gesellschaft vermitteln.